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Die Fußball-WM 2026 unter der Salzburger Lupe betrachtet

Veröffentlichungsdatum10.06.2026Lesedauer4 MinutenKategorienAktuelles

Ein Vergleich der Weltmeisterschaften von 1998 bis heute / Wissenswertes und Kurioses rund um das Sportgroßereignis

(LK)  „Frankreich, wir kommen!“ So lautete der Schlachtruf der österreichischen Fans vor 28 Jahren. Diesmal lautet das Motto mit einem Augenzwinkern: „We like to be in America.“ Nach fast drei Jahrzehnten steigt das WM-Fieber von Tag zu Tag. Dieses Generationen-Ereignis hat das Team der Landesstatistik aus Salzburger Perspektive unter die Lupe genommen.

  • Vom 11. Juni bis 19. Juli findet in den USA, Kanada und Mexiko die Fußball-Weltmeisterschaft statt. Erstmals nach 28 Jahren hat sich die Mannschaft aus Österreich qualifiziert.

Am 23. Juni 1998 verliert Österreich sein bisher letztes Spiel bei einer Fußball-Weltmeisterschaft knapp 1:2 gegen Italien. Fast 28 Jahre - exakt 10.222 Tage - später (der erste und letzte Tag werden mitgezählt), wird die rot-weiß-rote Nationalmannschaft am 17. Juni Mitteleuropäischer Zeit auf ihren ersten Gruppengegner Jordanien treffen.

„Weltmeisterlicher“ Vorname

Heimo Pfeifenberger und Wolfgang Feiersinger: Der Lungauer Stürmer und der Pinzgauer Verteidiger waren aus Salzburger Sicht die zwei großen WM-Stars des Jahres 1998. Die Vornamen der Starspieler waren aber bereits damals „out“. „1998 und 1999 wurden in Salzburg 17 Buben mit dem Vornamen Wolfgang geboren. In den beiden Jahren wurde kein einziger Junge Heimo genannt. Beim Kapitän des argentinischen Titelverteidigers, Lionel Messi, erkennt man einen gewissen Trend beim Vornamen. Zwischen 2010 und 2024 wurden 35 Buben mit dem Vornamen Lionel geboren. Den Vornamen Cristiano hat im Vergleichszeitraum nur vier Buben erhalten“, weiß der Leiter der Landesstatistik, Gernot Filipp.

243 „WM-Gegner“ leben in Salzburg

Laut Zahlen der Landesstatistik lebten am 1. Jänner 2025 exakt 243 Personen aus Algerien, Argentinien sowie Jordanien in Salzburg. "Sie haben entweder die Staatsbürgerschaft des jeweiligen Landes oder sind dort geboren. Fast zwei Drittel dieser Personen leben in der Landeshauptstadt. Bis auf den Lungau gibt es in allen Bezirken Staatsbürgerinnen und Staatsbürger unserer WM-Gegner. Nur im Lungau sind keine Algerier oder Jordanier gemeldet“, informiert Stefan Senn von der Landesstatistik. Die Bevölkerungszahlen der WM-Gegner im Überblick:

  • Algerien: 116
  • Argentinien: 97
  • Jordanien: 30

Seit 1998: deutliches Wirtschaftswachstum

Seit der letzten Qualifikation einer österreichischen Fußballmannschaft für eine Weltmeisterschaft sind fast 28 Jahre vergangen. Das Bruttoregionalprodukt (BRP) ist der wichtigste Indikator für den Wohlstand einer Region und misst den Gesamtwert aller produzierten Güter und Dienstleistungen. „1998 lag das BRP in Salzburg bei 27.000 Euro je Einwohner. Beim zuletzt erhobenen Wert aus dem Jahr 2024 lag es bei 65.800 Euro – eine Steigerung um fast 150 Prozent. Auch die Zahl der unselbstständig Beschäftigten ist deutlich angestiegen: von 210.516 im Jahr 1998 auf 273.271 im Vorjahr – ein Plus von rund 30 Prozent“, berichtet Josef Fersterer von der Landesstatistik.

Zwölf Prozent Bevölkerungswachstum

Vergleicht man die Bevölkerung im Bundesland von 1998 bis 2026, so zeigt sich, dass die Zahl der Salzburgerinnen und Salzburger um etwas mehr als 10 Prozent zugenommen hat. „1998 lebten 510.973 Menschen in den Städten und Gemeinden. Mit Jahresanfang 2026 waren es 573.748 – also um 12,2 Prozent mehr. Auch die Lebenserwartung ist in diesen fast drei Jahrzehnten deutlich angestiegen. 1998 betrug sie bei Männern 75,8 Jahre und bei Frauen 81,3 Jahre. 2024 – so die aktuellsten Daten – lag sie bei Männern bei 80,5 Jahren und bei Frauen bei 85,4 Jahren“, so Stefan Senn.

Salzburger Rekordbeteiligung

Teamchef Ralf Rangnick hat insgesamt vier Salzburger in seinen WM-Kader (Stand 10. Juni 2026) berufen. Im Vergleich zu den Teilnahmen der vergangenen 48 Jahre (die Weltmeisterschaften 1978 in Argentinien, 1982 in Spanien, 1990 in Italien und 1998 in Frankreich) ist das ein Rekordwert. Spieler aus Salzburg bei den Weltmeisterschaften 1978 bis 2026 im Überblick:

  • 2026: Konrad Laimer (Abersee/St. Gilgen), Patrick Pentz (Bürmoos), Alexander Schlager (Salzburg) und Nicolas Seiwald (Kuchl)
  • 1998: Martin Amerhauser (Salzburg), Wolfgang Feiersinger (Saalfelden) und Heimo Pfeifenberger (Zederhaus)
  • 1990: Heimo Pfeifenberger (Zederhaus)
  • 1982: kein Spieler aus Salzburg nominiert
  • 1978: Gerhard Breitenberger (Golling)

Faszination Fußball

Laut Zahlen des Salzburger Fußballverbandes gibt es von Abtenau bis Zell am See derzeit 118 aktive Fußballvereine im Bundesland mit rund 22.610 Kaderspielern, davon rund 1.400 Frauen. Rund 13.780 Kinder und Jugendliche spielen in den Nachwuchsmannschaften von der U6 bis zur U17.

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Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260610_90 (msc/hei)

DatenquelleLand Salzburg
Veröffentlichungsdatum10.06.2026